Leistung · Renovierung

Renovierung in Frankenthal: Wände, Anstrich und Boden

Malerarbeiten, Tapezieren und Bodenverlegung für Wohnungen, Treppenhäuser und Gewerbeflächen in Frankenthal, Ludwigshafen und Mannheim — in der Reihenfolge, in der die Gewerke zusammenpassen.

Die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis

Eine Renovierung läuft von grob nach fein: erst raus, was weg soll, dann der Untergrund, dann die Wand, ganz zuletzt der Boden. Wer den Boden zuerst verlegt, deckt ihn anschließend ab, verschiebt die Abdeckung bei jedem Arbeitsgang und findet am Ende Spachtelstaub und Farbspritzer in den Fugen. Wer streicht, bevor die Wand gespachtelt ist, streicht zweimal.

  1. Demontage: alter Bodenbelag, Sockelleisten, Einbauten, lose Tapete
  2. Untergrund: spachteln, schleifen, entstauben, grundieren
  3. Decke und Wand: tapezieren, zweimal streichen
  4. Boden: Ausgleich, Trittschalldämmung, Belag, Leisten und Profile
  5. Feinreinigung und Übergabe

Fällt vorher mehr an als eine Wandverkleidung — eine nicht tragende Trennwand, eine alte Einbauküche, ein kompletter Bodenaufbau —, gehört das in den Rückbau davor, samt Abtransport und Entsorgung. Dann beginnt die Renovierung nicht auf einer Fläche, die noch geräumt werden muss.

Untergrund: was unter der Farbe liegt, bleibt sichtbar

Farbe deckt Farbe, aber keine Struktur. Dübellöcher, ausgerissene Gipskartonkanten, Risse an Anschlussfugen, Klebereste von Spiegeln und Haken — all das steht nach dem Anstrich immer noch da, nur in Weiß. Flächen im Streiflicht eines Fensters oder unter einer Deckenleuchte zeigen jede Unebenheit besonders deutlich; genau dort fällt der gesparte Arbeitsgang später auf.

  • Dübellöcher werden ausgekratzt, nicht nur zugestrichen. Loses Material im Loch drückt die Spachtelmasse wieder heraus.
  • Risse werden aufgeweitet, damit die Masse Halt findet, und je nach Lage mit Gewebe überarbeitet.
  • Gespachtelte Stellen werden nach dem Durchtrocknen geschliffen und entstaubt. Auf Schleifstaub haftet keine Farbe.
  • Kreidende oder stark saugende Flächen bekommen Tiefengrund, dichte und gesperrte Flächen einen Haftgrund.

Ob eine Wand saugt, zeigt ein Spritzer Wasser: zieht er sofort ein, ist der Untergrund saugend; perlt er ab, liegt eine Sperrschicht darauf. Beides verlangt eine andere Grundierung. Fehlt sie ganz, zieht die erste Farbschicht ungleichmäßig ein und trocknet wolkig auf — besonders über frisch gespachtelten Stellen.

Tapete: Raufaser, Vlies oder gar keine

Raufaser ist günstig, verzeiht kleine Unebenheiten und lässt sich mehrfach überstreichen. Sie wird eingekleistert, muss einweichen und ist beim Ablösen zäh. Vlies wird im Wandkleisterverfahren verarbeitet: Der Kleister kommt an die Wand, die Bahn wird trocken angesetzt. Das geht zügiger, die Bahnen verziehen sich nicht, und beim nächsten Wechsel lässt sich die Oberschicht meist trocken abziehen. Auf einer wirklich glatten, gespachtelten Wand ist auch der reine Anstrich ohne Tapete eine Möglichkeit — dafür muss der Untergrund allerdings sitzen.

Alte Tapete kommt herunter, wenn sie sich an Kanten löst, in mehreren Lagen übereinanderliegt oder auf Fingerdruck nachgibt. Zum Ablösen wird die Oberfläche perforiert, mit warmem Wasser und Spülmittel oder einem Ablöser durchfeuchtet und schichtweise abgezogen. Wo eine Bahn den Putz mitnimmt, muss die Fläche danach neu gespachtelt werden. Das gehört in die Planung und nicht in die Überraschung am zweiten Tag.

Dunkle Flecken hinter der Tapete, Blasen oder muffiger Geruch sind kein Tapetenproblem. Solange die Ursache — undichte Stelle, Kältebrücke, fehlender Luftaustausch — nicht geklärt ist, drückt sie durch jede neue Bahn hindurch. Solche Flächen tapezieren wir nicht einfach zu, sondern melden, was wir vorfinden.

Anstrich: zwei Gänge, und der Eimer verrät den Rest

Auf Innenwandfarben stehen zwei Angaben, die die Auswahl tragen: die Nassabriebklasse und das Deckvermögen, beide nach DIN EN 13300. Bei der Nassabriebklasse ist 1 der beste Wert, beim Deckvermögen ebenfalls. Für Flur, Treppenhaus oder Kinderzimmer lohnt eine scheuerbeständige Farbe, weil Fingerabdrücke und Schuhabrieb feucht abgewischt werden können, ohne dass die Fläche aufblüht. Für eine Schlafzimmerdecke darf es weniger sein.

Zwei Anstriche sind die Regel, nicht der Aufschlag. Ein einzelner, stark verdünnter Gang wirkt nass geschlossen und trocknet streifig auf — sichtbar über Spachtelstellen und bei jedem Farbwechsel. Gestrichen wird nass in nass, Bahn an Bahn, jede Fläche in einem Zug bis zur Kante, sonst zeichnet sich der Ansatz ab.

Abkleben und Abdecken kostet Zeit und spart mehr davon: Rahmen, Zargen, Schalter und Steckdosen mit abgenommenen Abdeckungen, Heizkörper, Boden. Das Klebeband wird abgezogen, solange die Farbe noch nicht vollständig durchgetrocknet ist — sonst reißt die Kante mit.

Boden: Laminat und Vinyl richtig aufbauen

Laminat und Klick-Vinyl werden schwimmend verlegt. Der Belag wird nicht verklebt, er liegt lose auf dem Untergrund und arbeitet mit Temperatur und Luftfeuchte. Daraus folgen drei Punkte, die sich nicht weglassen lassen.

  • Ebener Untergrund. Unebenheiten werden mit Ausgleichsmasse aufgefüllt. Liegt der Belag über einer Kuhle, federn die Klickverbindungen bei jedem Schritt, die Verriegelung arbeitet sich frei und die Fuge öffnet sich.
  • Trittschalldämmung. Sie dämpft den Gehschall im Raum und den Trittschall in die Wohnung darunter — im Mehrfamilienhaus das häufigste Thema mit den Nachbarn. Ist die Dämmung werkseitig aufkaschiert, kommt keine zweite darunter.
  • Dehnungsfuge. Ringsum zur Wand, zu Türzargen, Rohren und Heizungsanschlüssen bleibt eine Randfuge frei. Wird sie zugestellt oder mit Silikon fest verfüllt, hat die Fläche keinen Platz mehr und wölbt sich in der Mitte auf.

Verdeckt wird die Randfuge von der Sockelleiste. Die Leiste wird an der Wand befestigt, nicht auf dem Belag, sonst klemmt sie die Fläche fest. An Übergängen zu anderen Belägen und in Türdurchgängen kommen Profile: das Übergangsprofil bei gleicher Höhe, das Anpassungsprofil bei Höhenunterschied, das Abschlussprofil an einer freien Kante. Vor dem Verlegen bleibt das Material in dem Raum liegen, in dem es verlegt wird, damit es sich an das Raumklima angleicht. Die Vorgaben dazu stehen in der Verlegeanleitung des jeweiligen Belags und sind zugleich die Grundlage der Herstellergewährleistung.

Wohnung renovieren vor Auszug

Bei einer Übergabe wird selten die Wohnung als Ganzes bewertet, sondern es werden einzelne Punkte abgegangen. Erfahrungsgemäß fallen zuerst auf:

  • Bohr- und Dübellöcher, die gespachtelt, aber nicht überstrichen wurden
  • eine kräftig gestrichene Wand, die unter dem neuen Weiß durchschlägt
  • Rollenränder und Ansätze an den Übergängen zu Decke und Zarge
  • dunkel verfärbte Silikonfugen in Bad und Küche
  • beschädigte Sockelleisten und fehlende Übergangsprofile
  • Rückstände in Fensterfalzen, Rollladenkästen und auf Heizkörpern

Ob und in welchem Umfang Sie renovieren müssen, richtet sich nach Ihrem Mietvertrag. Das ist eine Rechtsfrage, dazu beraten wir nicht. Was wir übernehmen, ist die Ausführung: Wände und Decken herrichten, Boden instand setzen und im Anschluss die Endreinigung, damit Übergabe und Protokoll an einem Termin erledigt sind. Wie das für einen Privathaushalt abläuft, steht auf der Seite für Privatkunden.

Was Sie vorbereiten sollten

  • Räumen. Möbel heraus oder mittig zusammenstellen, Vorhänge, Bilder, Lampen und Gardinenschienen ab. Was stehen bleibt, muss stehen bleiben können, während geschliffen und gerollt wird.
  • Strom. Eine belastbare Steckdose je Arbeitsbereich für Schleifer, Sauger und Baustrahler. In leeren Wohnungen ist der Zähler manchmal abgemeldet — bitte vorher prüfen.
  • Wasser. Ein Anschluss zum Anrühren von Spachtel- und Ausgleichsmasse und zum Auswaschen des Werkzeugs.
  • Parkfläche. Material und Werkzeug werden getragen. Eine Stellfläche nah am Eingang, bei Bedarf eine Halteverbotszone, spart jeden Weg doppelt.
  • Zugang. Schlüssel, Klingelname, Etage und Aufzug, bei Entsorgung auch der Weg zum Hof oder Keller.

Wenn Sie unsicher sind, was in Ihrem Fall zuerst drankommt: Ein Blick auf Zustand, Fläche und Wunschtermin reicht meistens aus, um die Reihenfolge festzulegen. Rufen Sie an oder schreiben Sie kurz, worum es geht.

Leistungsumfang

Was bei einer Renovierung tatsächlich anfällt

Einzeln beauftragbar oder als durchgehender Ablauf von der leeren Wand bis zur Sockelleiste.

Demontage im Raum

Alter Bodenbelag, Sockelleisten, Teppichkleber, Wandverkleidungen, Regale und Haken — abgebaut, sortiert und abtransportiert.

Spachteln und Grundieren

Dübellöcher, Risse und Fehlstellen schließen, schleifen, entstauben und je nach Saugverhalten mit Tiefen- oder Haftgrund vorbereiten.

Tapezieren

Alte Bahnen ablösen, Untergrund nacharbeiten, Raufaser oder Vlies neu ansetzen — an Ecken, Fenstern und Zargen sauber ausgeschnitten.

Anstrich Wand und Decke

Zwei Anstriche, nass in nass, mit abgeklebten Anschlüssen. Farbauswahl nach Nassabriebklasse und Deckvermögen statt nach Eimergröße.

Boden verlegen

Ausgleichsmasse bei unebenem Untergrund, Trittschalldämmung, Laminat oder Klick-Vinyl schwimmend verlegt mit umlaufender Randfuge.

Leisten, Profile, Anschlüsse

Sockelleisten auf Gehrung, Übergangs-, Anpassungs- und Abschlussprofile, Aussparungen an Rohren und Türdurchgängen.

Häufige Fragen

Was vor dem Renovierungstermin gefragt wird

Muss die Wohnung leer sein, bevor Sie anfangen?

Leer ist schneller und günstiger, aber keine Bedingung. In bewohnten Räumen arbeiten wir raumweise: Möbel werden zusammengestellt und abgedeckt, empfindliche Teile kommen heraus. Beim Bodenverlegen muss die Fläche allerdings vollständig frei sein — auch unter Schränken.

Lässt sich eine dunkle Wand einfach weiß überstreichen?

Nicht mit einem Anstrich. Kräftige Farbtöne, besonders Rot, Blau und Anthrazit, schlagen durch und ergeben ein fleckiges Bild. Je nach Ausgangston arbeiten wir mit einer Absperrung oder mit mehreren Schichten, bis die Fläche gleichmäßig deckt. Das gehört vorher ins Angebot, nicht nachträglich auf die Rechnung.

Was ist der Unterschied zwischen Laminat und Klick-Vinyl?

Laminat hat einen Holzwerkstoffkern und reagiert empfindlich auf stehende Nässe. Klick-Vinyl ist unempfindlicher gegen Feuchtigkeit und fußwärmer, dafür weicher — schwere Möbelfüße können sich eindrücken. Für Küche, Flur und Räume mit Wasseranschluss ist Vinyl meist die ruhigere Wahl.

Können Sie den neuen Boden auf dem alten verlegen?

Auf festsitzenden, ebenen Fliesen oder PVC ist das möglich, wenn die Aufbauhöhe passt. Türen, Zargen und Übergänge zu anderen Räumen müssen den zusätzlichen Zentimetern standhalten. Auf Teppich, losem Belag oder unebenem Untergrund wird nicht verlegt — dann kommt der alte Belag heraus.

Wann sind die Räume nach dem Anstrich wieder nutzbar?

Oberflächlich trocken heißt nicht durchgehärtet. Die maßgeblichen Zeiten stehen auf dem Gebinde der verwendeten Farbe und hängen von Raumtemperatur und Lüftung ab. Wir sagen Ihnen am Ende des Einsatzes, ab wann Möbel wieder an die Wand dürfen.

Renovieren Sie auch einzelne Räume, Treppenhäuser oder Gewerbeflächen?

Ja. Ein einzelner Raum ist genauso ein Auftrag wie eine komplette Wohnung. In Treppenhäusern und Gewerbeflächen stimmen wir die Abschnitte so ab, dass Zugänge und Fluchtwege nutzbar bleiben; Arbeiten außerhalb der Kernzeiten sind möglich.

Renovierung in Frankenthal anfragen

Nennen Sie Räume, ungefähre Fläche, den Zustand von Wand und Boden und Ihren Wunschtermin. Damit lässt sich der Ablauf verlässlich planen.