Wände und Vorsatzschalen
Nicht tragende Zwischenwände in Mauerwerk oder Trockenbau, Vorsatzschalen vor Steigsträngen, Beplankung samt Ständerwerk und Dämmung.
Rückbau · Entkernung · Abbrucharbeiten
Nicht tragende Wände, Trockenbau, abgehängte Decken, alter Bodenaufbau und Einbauten kommen kontrolliert heraus — mit Leitungssuche vorweg, Staubschutz während der Arbeit und getrennter Entsorgung danach. Tragende Bauteile bleiben stehen, bis ein Fachplaner sie freigibt.
Rückbau ist der Abschnitt eines Umbaus, der am häufigsten unterschätzt wird. Eine Leichtbauwand ist schnell aufgemacht, aber hinter der Beplankung liegen Leitungen, unter dem Teppich stecken drei weitere Schichten, und was am Ende auf dem Boden liegt, muss sortiert in den richtigen Container. Wir arbeiten Rückbau in Frankenthal, Ludwigshafen und Mannheim deshalb als geplanten Arbeitsschritt ab: erst aufnehmen, dann trennen, dann abbrechen.
Unser Trupp entfernt Bauteile, die keine Last aus dem Gebäude abtragen: nicht tragende Zwischenwände in Mauerwerk oder Trockenbau, Vorsatzschalen vor Steigsträngen, Ständerwerk samt Beplankung, abgehängte Decken mit Unterkonstruktion, Einbauschränke, Türblätter und Zargen, Sanitärobjekte und komplette Küchenzeilen.
Sobald ein Bauteil Lasten weiterleitet, endet unsere Zuständigkeit. Tragende Wände, Decken, Stürze über Öffnungen und alles, was mit einer Durchbruchsplanung zusammenhängt, gehört auf den Tisch eines Tragwerksplaners. Wir stellen keine Standsicherheitsnachweise aus und öffnen keine Wand, deren Funktion unklar ist. Zeigt sich vor Ort, dass eine vermeintliche Leichtbauwand doch trägt, halten wir an dieser Stelle an und melden es Ihnen. Ein Tag Verzögerung ist billiger als ein Riss in der Decke darüber.
Erste Anhaltspunkte liefern Klopfprobe, Wandstärke, die Lage im Grundriss über mehrere Geschosse und die Frage, ob die Wand auf einer Decke oder auf einem Unterzug steht. Anhaltspunkte sind keine Nachweise. Für den Nachweis braucht es Bestandspläne oder einen Statiker.
In jeder Wand, die älter ist als der letzte Umbau, liegt etwas. Vor dem Rückbau orten wir Strom-, Wasser- und Heizungsleitungen mit dem Leitungssuchgerät und gleichen ab, was Bestandspläne und Installationszonen hergeben. Der betroffene Stromkreis wird am Verteiler freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert, Wasser am Eckventil oder am Strang abgesperrt, Heizkörper vor der Demontage abgesperrt und entleert.
Besondere Aufmerksamkeit verlangen Fußbodenheizungen im Estrich, nachträglich unter Putz verlegte Leitungen im Altbau und Räume, die schon einmal umgebaut wurden. Dort liegt selten etwas dort, wo die Norm es vermuten lässt.
Unter dem Teppich sitzt Kleber, darunter Spachtelmasse, darunter Estrich, darunter Trennlage und Dämmung. Wie tief zurückgebaut wird, entscheidet die Aufbauhöhe, die der neue Belag braucht — nicht der Wunsch, möglichst viel herauszureißen.
Teppich und PVC lassen sich abziehen; die eigentliche Arbeit sind die Kleberreste, je nach Klebertyp mit Spachtel, Schleifteller oder Fräse. Fliesen nehmen wir mit dem Bettungsmörtel ab, danach bleibt eine raue Fläche, die vor dem neuen Belag gespachtelt werden muss. Estrich kommt nur heraus, wenn er hohl klingt, gerissen oder durchfeuchtet ist oder für den neuen Aufbau zu hoch liegt. Was danach kommt — Spachteln, Grundieren, Verlegen —, gehört zur Renovierung und wird als eigener Arbeitsschritt geplant.
Rückbau erzeugt Feinstaub, der sich sonst durch die ganze Wohnung zieht und Wochen später noch auf Schränken liegt. Wir trennen den Arbeitsbereich deshalb ab: Staubschutzwand mit Reißverschlusstür, abgeklebte Türen, abgedeckte Wege, verschlossene Lüftungsöffnungen. Stemm- und Trenngeräte laufen am Bausauger der passenden Staubklasse, statt frei in den Raum zu blasen. Treppenhaus, Aufzug und Zuwege werden vor dem ersten Transport ausgelegt.
Dazu kommt der Lärm. Wir arbeiten innerhalb der ortsüblichen Ruhezeiten, kündigen laute Abschnitte vorher an und hängen auf Wunsch einen Hinweis ins Treppenhaus. Dann wissen die Nachbarn, wann gestemmt wird und wann Ruhe ist — das erspart Beschwerden, die sonst bei Ihnen als Eigentümer oder Verwaltung landen.
Abbruchgut wird auf der Baustelle getrennt, nicht nachträglich in der Anlage. Eine Mulde, in der alles zusammenliegt, gilt als gemischter Bauabfall und ist die teuerste Variante. Diese Fraktionen halten wir auseinander:
| Bauschutt, mineralisch | Mauerwerk, Beton, Fliesen, Estrich, Mörtel — ohne Gips und ohne Dämmstoffe |
|---|---|
| Gipshaltiges | Gipskarton, Gipsfaserplatten, Putzreste; darf nicht in den mineralischen Bauschutt |
| Holz | Türblätter, Zargen, Unterkonstruktion, Laminat, Einbaumöbel |
| Metall | Heizkörper, Rohre, Ständerprofile, Beschläge, Kabelreste |
| Sperrmüll | Möbel und Hausrat aus einer Entrümpelung, getrennt vom Bauschutt gefahren |
| Gemischter Bauabfall | nur das, was sich vor Ort nicht sinnvoll trennen lässt |
Den Container bestellen wir in der passenden Größe und für die richtige Abfallart. Steht er auf öffentlichem Grund, also auf Straße, Gehweg oder in einer Parkbucht, ist eine Stellgenehmigung erforderlich; die veranlassen wir, sobald der Standort feststeht. Auf dem Grundstück genügt die Zustimmung des Eigentümers, dafür muss die Fläche tragfähig sein. Farbreste, Leuchtmittel und ähnliche Kleinmengen gehören weder in den Bauschutt noch in den Restmüll und gehen den Weg über die kommunale Annahmestelle.
Bei Gebäuden aus der Zeit vor den Verwendungsverboten ist mit Verdachtsstoffen zu rechnen. Typische Fundstellen sind alte Bodenbeläge und deren Kleber, Fliesenkleber und Spachtelmassen, Brandschutzverkleidungen, Rohrisolierungen sowie Wellplatten im Außenbereich. Künstliche Mineralfasern älterer Bauart stecken in Dämmungen und Zwischendecken, PCB in Fugendichtstoffen, Anstrichen und alten Kondensatoren.
Beim geringsten Verdacht stellen wir die Arbeit an dieser Stelle ein, sichern den Bereich und informieren Sie. Wir nehmen keine eigenen Proben. Ob Asbest vorliegt, klärt eine Analyse. Ab dem 25.11.2026 dürfen wir Asbestarbeiten im Rahmen der Sachkunde nach TRGS 519 Anlage 3 (großer Asbestschein) selbst ausführen — Details auf der Seite Asbest und Abbruch. Bis zum Stichtag geht ein positiver Befund an einen Betrieb mit der passenden Qualifikation. Erst danach läuft der reguläre Rückbau weiter.
Abbrucharbeiten sind in DIN 18459 als Teil der VOB/C geregelt; unsere AGB nehmen darauf ausdrücklich Bezug. Daraus ergibt sich, was zur Leistung gehört und was gesondert zu vereinbaren ist — etwa das Sichern angrenzender Bauteile, das Abfahren des Abbruchguts und das Räumen der Arbeitsfläche.
Am Ende steht die Übergabe: Abbruchgut und Verpackungen abgefahren, Flächen gekehrt, Öffnungen gesichert, abgetrennte Leitungsenden gekennzeichnet. Besenrein heißt nicht staubfrei. Soll die Fläche bezugsfertig, vermietbar oder verkaufsfähig sein, folgt die Bauendreinigung als eigener Schritt — sonst arbeitet der nächste Handwerker im Feinstaub und die frisch gestrichene Wand bekommt sofort Griffspuren. Wer den Rückbau, die Renovierung, die Montage und die Endreinigung in einem Auftrag vergibt, spart sich die Abstimmung zwischen vier Betrieben und die Lücken dazwischen.
Leistungsumfang
Jede Position wird vor dem Angebot am Objekt aufgenommen — Menge, Zugang, Transportweg und Entsorgungsart entscheiden über den Aufwand.
Nicht tragende Zwischenwände in Mauerwerk oder Trockenbau, Vorsatzschalen vor Steigsträngen, Beplankung samt Ständerwerk und Dämmung.
Abgehängte Decken mit Unterkonstruktion, Paneele, Wandverkleidungen, Einbauleuchten und die Reste alter Befestigungen.
Teppich, PVC und Laminat abziehen, Kleberreste entfernen, Fliesen mit Bettung abnehmen, Estrich nur bei nachgewiesenem Bedarf.
Küchenzeilen, Arbeitsplatten, Waschtische, WC und Duschwannen demontieren, Anschlüsse fachgerecht absperren und verschließen.
Staubschutzwände, abgeklebte Türen, ausgelegte Wege, Absaugung an den Geräten, Arbeiten innerhalb der ortsüblichen Ruhezeiten.
Container in passender Größe, Stellgenehmigung bei öffentlichem Grund, getrennte Fraktionen und Abfahren des Abbruchguts.
Fragen zum Rückbau
Wir geben Ihnen eine Einschätzung anhand von Wandstärke, Klopfprobe und Lage im Grundriss — mehr nicht. Eine verbindliche Aussage zur Standsicherheit trifft ein Tragwerksplaner oder Statiker anhand der Bestandspläne. Ohne diese Freigabe rühren wir ein Bauteil nicht an, das tragend sein könnte.
Wir stellen die Arbeit an dieser Stelle sofort ein, sichern den Bereich und informieren Sie. Ob Asbest vorliegt, klärt eine Analyse. Ab dem 25.11.2026 dürfen wir Asbestarbeiten im Rahmen der Sachkunde nach TRGS 519 Anlage 3 (großer Asbestschein) selbst ausführen; Details stehen unter Asbest und Abbruch. Bis zum Stichtag übernimmt bei positivem Befund ein Betrieb mit der passenden Qualifikation. Danach setzen wir den regulären Rückbau fort.
In vielen Fällen ja, wenn sich der Arbeitsbereich mit Staubschutzwänden abtrennen lässt und Küche oder Bad nutzbar bleiben. Wird die gesamte Wohnung entkernt oder fällt die Wasserversorgung länger aus, ist das nicht sinnvoll. Wir sagen Ihnen das vor Auftragsbeginn und nicht mittendrin.
Wir bestellen den Container in der passenden Größe und für die richtige Abfallart. Soll er auf öffentlichem Grund stehen, also auf Straße, Gehweg oder in einer Parkbucht, ist eine Stellgenehmigung nötig; die veranlassen wir, wenn der Standort vorher feststeht. Auf privatem Grund genügt die Zustimmung des Eigentümers.
Ein fester, trockener Estrich bleibt in der Regel liegen — er ist die günstigste Schicht im Raum. Heraus muss er, wenn er hohl klingt, gerissen oder durchfeuchtet ist oder wenn der neue Bodenaufbau die Höhe nicht hergibt. Das prüfen wir, bevor der Rückbau kalkuliert wird.
Abbruchgut und Verpackungen sind abgefahren, die Flächen gekehrt, Öffnungen gesichert und abgetrennte Leitungsenden gekennzeichnet. Besenrein heißt nicht staubfrei. Soll die Fläche bezugsfertig sein, folgt die Bauendreinigung als eigener Arbeitsschritt.
Passt dazu
Schildern Sie Objekt, Baujahr und was herauskommen soll. Wir sehen uns die Fläche an und sagen Ihnen, was zum Rückbau gehört und was ein Fachplaner freigeben muss.